U15: Platz zwei in der Landesliga behauptet


Die U15 des 1. SC Göttingen 05 hat mit einem 3:2 gegen die TSG Bad
Harzburg den zweiten Platz in der C-Jugend Landesliga Braunschweig
behauptet.

Da der Drittplatzierte VFL Wolfsburg II unerwartet zu Hause
mit 0:1 gegen den MTV Gifhorn verlor, beträgt der Vorsprung der 05er bei
noch drei verbleibenden Spielen nun vier Punkte. Doch da dieser 19.
Spieltag eine Reihe unerwarteter Ergebnisse gebracht hat, müssen diese
letzten drei Spiele mit vollster Konzentration angegangen werden, damit
dieser tolle zweite Platz auch am Ende noch Bestand hat.

Obwohl die Verletzungssorgen von Trainer Thorsten Burkhardt nun zum
Saisonende wieder zunehmen, lieferten seine Spieler eine ordentliche
erste Halbzeit ab. Denn mit Kevin Hühold und Julijan Grbavacz fehlten
die zwei etatmäßigen Innenverteidiger und auch Mittelfeldspieler Moritz
Bartels stand wegen anhaltender Leistenprobleme nicht zur Verfügung.
Dafür rückten 6er Mathis Wobst und Moritz Hose in die Innenverteidigung.
Moritz, der erstmals auf dieser Position spielte, lieferte eine gute
Partie ab. In dieser ersten Halbzeit hatten die Schwarz-Gelben zu jeder
Zeit das Spiel fest im Griff. Pluspunkt der gesamten Mannschaft war
wieder die gute Defensivleistung auf allen Positionen. Durch das frühe
Pressing der drei Stürmer wurde der Gegner zu Fehlern gezwungen und
unter Druck gesetzt. In der 9. Minute gelang Justin Taubert im
Nachschuss das 1:0 nachdem der Harzburger Torwart den strammen Schuss
von Severin Kasimir von halb rechts zuvor nur abklatschen konnte.

Das 2:0 in der 22. Minute bereitete wiederum Severin dieses Mal von der
linken Seite vor. Mit einem tollen kämpferischen Einsatz behauptete er
sich im Duell gegen zwei Harzburger und brachte einen Ball halbhoch von
der Grundlinie in die Mitte auf die Fünfmeterraumgrenze. Dort stand
Jakob Synofzik goldrichtig, der noch die Bewegung des Torwartes
abwartete und dann gegen die Laufrichtung einschob.

Die TSG Bad Harzburg kam in dieser ersten Halbzeit aus dem Spiel heraus
zu keiner nennenswerten Torgelegenheit. Es gab nur drei, vier Eck- oder
Freistöße, die jedoch keine Gefahr für das Tor von Jannis Ernst
brachten. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle hatten sich die jungen
05er viel vorgenommen. Denn das 2:2 im Hinspiel war allen als das
bislang schwächste Saisonspiel der Mannschaft deutlich in Erinnerung
geblieben. Eine Wiederholung sollte es nicht geben und Wiedergutmachung
war angesagt.

Die Göttinger drückten weiter auf das Harzburger Tor und hatten gute
Gelegenheiten. In der 30. Minute markierte Vadim Wiedenmeier das 3:0.
Nach einem langen Pass von Mathis Wobst aus dem Mittelfeld behauptete er
auf Höhe des gegnerischen 16ers den Ball gegen den deutlich größeren
Abwehrspieler und ging auf das Tor der TSG zu. Obwohl er weiter vom
Gegenspieler bedrängt wurde und der Torwart aus seinem Tor auf ihn
zugestürmt kam, gelang Vadim das Tor mit einem sehenswerten Heber über
den Torwart aus 14 Metern.

Mit diesem Resultat ging es in die Pause. In der Halbzeit begann dann
ein Regenwetter, das die gesamte zweite Halbzeit nicht mehr aufhörte.
Vielleicht war es der Regen oder die nachlassende Konzentration aufgrund
der scheinbar sicheren Führung oder beides. In jedem Fall zeigte die
zweite Halbzeit ein anderes Geschehen auf dem Platz als die erste. Die
Harzburger gingen couragierter zur Sache und setzten auf einmal
Mittelfeld und Abwehr der 05er unter Druck. Zudem musste der rechte
Außenverteidiger Sören Anhuef, der vor einer Woche noch ein starkes
Spiel gegen Gifhorn absolviert hatte, verletzungsbedingt ausgewechselt
werden. Eine zusätzliche Schwächung der Defensive, da erneut umgestellt
werden musste. Die Hausherren wurden nervöser und die TSG kam zu Chancen.

In mehreren Situationen gelang es den 05ern nicht, die Harzburger
entscheidend zu stoppen. Eine Reihe von Eckbällen und Freistößen war die
Folge, die jeweils an Gefährlichkeit zunahmen, da die Unsicherheit in
der Göttinger Defensive zunahm. So war es Sean Redemann, der in der 55.
Minute einen Freistoß aus zentraler Position circa 18 Meter vor dem Tor
halb hoch rechts direkt neben dem Pfosten ins Tor schoss. Es gab nichts
zu halten für Torwart Jannis Ernst, ein toller Freistoß.

Nun verspürte Harzburg natürlich Aufwind und für die Göttinger begann
fast eine Abwehrschlacht, wenn nicht die vielen Konterchancen gewesen
wären. In dieser zweiten Halbzeit gab es eine Reihe von 100%-tigen
Konterchancen durch Lukas Vasile, Severin Kasimer, Justin Taubert und
André Zoske (der heute als Feldspieler aushalf), die das Spiel schon früher hätten
entscheiden müssen, aber den Ball nicht im gegnerischen Kasten
unterbringen konnten. Also kam es wie es kommen musste. Zwei Minuten vor
dem regulären Ende gab es wieder eine Phase, in der die Göttinger den
Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten und der 3:2 Anschlusstreffer
nach einem Freistoß fiel. Nachdem die Abwehr dabei gleich drei
Harzburger Stürmer aus den Augen verloren hatte, kam der Ball im
Strafraum auf rechts zu einen Gegner, der den Pass in die Mitte spielte,
wo sein Mitspieler aus einem Meter nur noch einschieben brauchte. Es war
klar, dass die TSG jetzt noch unbedingt den Ausgleich wollte und das
Spiel wurde hektischer.

Nun hätte bei einem Konter Justin Taubert alles klar machen können. Er
setzte sich auf der rechten Seite klasse gegen einen Gegenspieler durch
und lief allein aufs Tor zu. In dem Moment, als er den Ball über den
heranstürmenden Torwart heben wollte, riss dieser ihn mit den Füßen
voran um. Der Heber ging zwar noch aufs Tor, konnte aber von den nach
hinten eilenden Abwehrspielern zur Ecke geklärt werden. Die Anhänger der
Hausherren hatten in dieser Aktion des Torwarts ein elfmeterreifes Foul
gesehen und vergeblich auf den Pfiff gewartet. Kurz nach der
anschließenden Ecke pfiff der sonst gut leitende Unparteiische
allerdings das Spiel ab.

Fazit: Der nach dem Unentschieden aus dem Hinspiel angepeilte Sieg ist
geglückt, wenn auch am Ende knapper als zwischenzeitlich angenomen. Die
U15 hat gezeigt, dass sie auch nach den vielen verletzungsbedingen
Ausfällen in der Lage ist, ein ansehnliches und kompaktes Spiel
aufzuziehen. Betrachtet man beide Halbzeiten, dann ist dieser Sieg nicht
zuletzt aufgrund des großen Chancenplus absolut verdient.

AUTOR: ANDREAS WOBST

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